Im Sommersemester 2016 startete der Online-Kurs zum Thema Social Media Communication als gemeinsames Angebot der deutschen Fachhochschule Magdeburg-Stendal und der Universität Tampere in Finnland.
Wir sollten in gemischten Teams arbeiten und überraschen innovativ war für mich die Methode, wie diese Teams zusammengestellt wurden: durch das Matchmaking Game.
Über eine Selbstbewertung mit Hilfe von Punkten für verschiedene Eigenschaften (die für die Kurs wichtig waren), den TrumpCards, wurden die einzelnen Studenten abwechselnd von deutschen und finnischen Studenten wie in einem Kartenspiel zusammen gelegt. Ziel war es auf spielerische Weise die Stärken und Schwächen der einzelnen Teammitglieder untereinander auszugleichen.

Unser Teambuilding wurde jedoch etwas dadurch erschwert, dass wir noch über mehrere Wochen Mitglieder „verloren“ und dazu bekamen.
Die erste Aufgabe war es dann (neben Team-Logo und Team-Name) ein Project-Playbook zu erstellen. Eine Methode die ich immer wieder (gern) im Laufe des Studiums genutzt habe, die aber trotz Ihrer „Einfachheit“ noch keinen Weg in meine Projekte im Berufsleben gefunden hat…vielleicht weil unsere Projekte doch meist Mitglieder hat, die sich bereits seit Jahren kennen.
Während wir noch dabei waren, dass Team zu bilden mussten wir bis Ende März auch schon die nächste Aufgabe bewältigen: Eine Plattform finden, die wir nur wenig oder gar nicht kennen, und diese im Team kennenlernen. Wir entschieden uns für PODIO einem digitalen Projektmanagement Tool, welches zumindest in der Basisversion kostenlos zu nutzen ist. Wir begannen PODIO auch für unsere Teamarbeit zu nutzen und merkten jedoch schnell, dass wir mit Kanonen auf Spatzen schossen. PODIO eignet sich hervorragend für größere Projekte mit mehreren Teilnehmer, da es viele kleine Hilfen bietet, sehr flexibel, kompatibel und transparent ist. Dennoch überforderte uns die Vielfalt stellenweise. Das Tool ist sehr komplex und die Usability nicht immer intuitiv. Letztlich benötigten wir mehr Zeit das Tool zu händeln als effektiv damit zu arbeiten.

Ein wesentlicher Teil des internationalen Projektes war es eine Challenge bzw. Einen Challenge Partner zu finden. Wir hatten außergewöhnliches Glück mit unserem Challenge-Partner David Seifert von SixSteps. Un wir konnten unserer Liste von digitalen Tools eine neues hinzufügen: die SixStep Moderations App, ein webbasiertes Tool, das Meetings online und direkt vor Ort vereinfachen soll. Mit Hilfe der von seinem Vater entwickelten sechs Schritte Methode sollen Meeting strukturierter und effizienter und befriedigender für alle werden.
Wir wollten den Kurs nutzen, um eine Kampagne zu starten deren Ziel es ist SixSteps als Tool bei bestimmten Zielgruppen bekannter zu machen.
Um das zu tun, haben wir in einem ersten Schritt einen Challenge Canvas erstellt. Diese Methode sorgt durch visuelle Klarheit, den unterschiedlichen Farben und der Struktur für einen guten Ausgangspunkt für jede Art von Kommunikation über das Projekt bzw. den Partner.
Den Canvas kenne ich bereits aus früheren Projekten und auch da war er sehr nützlich um strategisch ein Kampagnenziel strategisch zu erreichen ohne, dass die Kreativität verloren geht.

Unsere Kommunikationsstrategie beinhaltete vor allem regelmäßig, für SixSteps relevante, Social Media Kanäle zu bedienen: Twitter, Facebook, Xing, LinkedIn und SlideShare. Die Wahl der Social Media Kanäle haben wir aufgrund der Indikatoren Know-How, Identität, Beziehungen und Reputation getroffen. Posts, Beiträge und Artikel sollen aufeinander abgestimmt werden damit sie kanalübergreifend und nachhaltig und effektiv „funktionieren„.
Dafür erstellte ich einen Content Calender den wir über Google Docs untereinander und auch mit dem Partner teilten. Ziel war es, mindestens 2 Beiträge pro Woche zu produzieren, die dann in einem oder mehreren passenden Kanälen verbreitet werden.
Wir hatten in den letzten zwei Monaten des Projektes mehrere Ideen für Kampagnen, die mal mehr und mal weniger zur gerade aktuellen Zielgruppe gepasst haben:

Zum Projektende konnten wir dem Challenge-Partner ein Social-Media-Strategie-Paper mitgeben, dass alle Erkenntnisse, Konzepte und Maßnahmen sowie Ziele enthielt, die wir über das Sommersemester erarbeitet haben.