
Das Modul M6 belegte ich gemeinsam mit Christiane Landmann im Wintersemester 2017/2018 und es wurde von Prof. Dr. Michael Herzog und Leonore Franz betreut. Es war das letzte „große“ Modul, das uns noch fehlte und nach „Hörensagen“ auch eines der aufwendigsten – das kann ich bestätigen.
Das Modul basiert auf dem Konzept „forschendes Lernen“ und hat folgende Schwerpunkte:
// Reflexion eigener und fremder Argumentationsstrukturen
// Kenntnis über Konventionen und Strukturen im Wissenschaftsbetrieb mit Schwerpunkt auf Publikation und Konferenz
// Konstruktive Teilnahme an wissenschaftlichen Diskursen
// Moderation von wissenschaftlichen Diskussionen in Wort und Schrift
// Zielgruppen- und formatgerechte Aufbereitung wissenschaftlicher Inhalte
Zu Beginn sollten wir uns in zweier Gruppen mit einer selbstgewählten Forschungsmethode auseinandersetzen und diese in der Gruppe (online) vorstellen. Wir entschieden uns für die qualitative Inhaltsanalyse – ein Glücksfall, da ich diese Methode auch für das Forschungsprojekt (und die Master Arbeit) verwenden konnte.

Ziel des Moduls war es in einer Gruppenstärke von 4-5 mit Studierenden aus Linz (M.A. Digital Business) ein gemeinsames Forschungsprojekt durchzuführen. Dieses Projekt wird dann auf der jährlichen Konferenz vom Studiengang Cross Media, der TCCM (Think Cross Change Media) vorgestellt.
Da unser Semester in Magdeburg etwas früher begann als in Linz, hatten wir die Möglichkeit erste Forschungsideen in einem Google Doc vorzustellen. Da ich bereits zu diesem Zeitpunkt den Wunsch hatte etwas im Bereich Games und Games-Studies zu machen entschied ich mich für die Frage wie Gewalt in Computerspielen vom Rezipienten wahr genommen wird.
Drei Kollegen aus Linz konnten sich mit dem Thema identifizieren und wir bildeten eine Forschungsgruppe – mit allen Vor- und Nachteilen internationale Gruppenarbeit mit sich bringt.
M6 hat jedoch gehalten was es versprach, denn ich hatte mich in dieser Konzentration seit M14 nicht mehr mit Forschungsmethoden und wissenschaftlichen Standards beschäftigt. Wir erhielten eine Vorlage zu den LNI-Autorenrichtlinien und Informationen, wie ein wissenschaftlicher Artikel zu gliedern ist.
Die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Linz war zäh und ungleich verteilt. Hier hätte ich mir klarere Anweisungen oder zumindest Informationen gewünscht, denn die Erwartungshaltung an dieses Projekt war ganz offensichtlich sehr unterschiedlich.
Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Forschungsprojekt zufrieden. Wir haben eine Forschungsthema (Wahrnehmbare emotionale Prozesse im Zusammenhang mit Gewalt in Computerspielen) in den Vordergrund gestellt das vergleichsweise neu war und eine Methode verwendet (qualitative Videoanalyse von Let`s Play Video) die, im Zusammenhang mit dem Quellmaterial als innovativ zu bezeichnen ist.
Schlußendlich hatte ich die Möglichkeit die Forschungsergebnisse und die Methode auf der Think Cross Change Media Konferenz im Februar 2018 auf dem Podium vorzustellen, was mir ganz gut gelungen ist. Der Aufwand für die Präsentation war sehr hoch und hat mir mal wieder gezeigt, was Power Point alles leisten kann (wenn man nur genug Zeit mitbringt)
