Reflexion der Studienziele – Vorbereitung zur 2. Konsultation

Diese Reflexion schreibe ich in Vorbereitung auf das zweite Konsultationsgespräch und zu einem Zeitpunkt an dem eigentlich nicht mehr viel passieren kann bzgl. des Kompetenzerwerbes. Wenn man mal vom Schreiben einer großen wissenschaftlichen Arbeit absieht, habe ich leider nicht mehr viel Spielraum um an neuen Kompetenzen zu arbeiten.

Hier kann ich gleich ansetzten, denn obwohl ich bereits einen akademischen Abschluss habe, habe ich in den letzten Jahren viel altes und neues zum wissenschaftlichen Arbeiten und zu wissenschaftlichen Methoden vertiefen können. Exemplarisch möchte ich vor allen das Experteninterview nennen, eine wissenschaftliche Methode, die wir im allerersten Projekt (Archeology goes mobile) verwenden konnten. Sowie das wissenschaftliche Paper, welches wir im Modul M6 geschrieben haben. Hier konnte ich vor allem von dem zur Verfügung gestellten Infomaterialien profitieren, z.B. wie ein wissenschaftliches Paper aufgebaut sein soll, oder auch rein formelle Anforderungen an so eine Arbeit.

Sehr, vor allem auch beruflich, profitiere ich jedoch von den verschiedenen (Online-) Tools, die sich im Laufe des Studiums, besonders in der Teamarbeit, bewährt haben. Dazu gehören neben den Klassikern wie Google (Drive, Docs etc.) und Skype auch Neuentdeckungen wie das Realtimeboard, Trello, Slack oder Basecamp. Diese Tools haben die Zusammenarbeit in Teams, die nicht selten international aufgestellt waren, in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Eine Unmenge an mehr oder weniger nützlichen digitalen Tools kann die Kommunikation über Stadtgrenzen erleichtern, aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass m.E. das Hauptwerkzeug bei Kollaborationen Offenheit, ein gemeinsames Ziel und gesunder Menschenverstand sind.

Was mich zu einer weiteren Kompetenz führt, die ich in den letzen Jahren erworben habe –  erfolgreich online zusammenzuarbeiten. Erfolgreich heißt nicht, dass es immer unproblematisch war – darauf gehe ich im Blog fortlaufend ein – sondern, dass wir in jeder Teamarbeit ein Ergebnis abgeliefert haben, mit dem ich meistens zufrieden war. Als positives Beispiel will ich hier auf das Projekt Gamedesign verweisen (Blogeintrag folgt), in dem wir uns unbegleitet mit einer Software vertraut gemacht haben um ein charmantes und spielbares Point’n Click Adventure zu kreieren, auf das ich immer noch sehr stolz bin. Das war ein Paradebeispiel an Gruppenarbeit in die ich sehr gerne mehr Zeit investiert habe.

Das führt mich zum Begriff Zeitmanagement. In den letzten 4 Jahren habe ich einiges über mein eigenes Zeitmanagement gelernt. Es hat mir geholfen, meine Arbeitszeiten zu planen und realistische Ziele zu definieren. Leider kann ich aber nicht sagen, dass ich viel optimieren konnte – was Hänschen nicht lernt…! Wie schon im Blogeintrag zur ersten Konsultation erwähnt, brauche ich Zeitdruck und Deadlines um effektiv zu arbeiten. Diese Neigung hindert mich manchmal daran, einen ausgeglichenen Alltag zu leben, aber ich denke, besonders weil ich mir dessen bewusst bin, konnte ich die Studieninhalte bis jetzt in einem guten Tempo abarbeiten. So habe ich mir ganz bewusst immer etwas mehr im Semester aufgehalst um z.B. mit den Mikromodulen hinterherzukommen. Bezeichnend ist, dass ich nicht ein klassisches Mikromodul absolviert habe, sondern immer Projekte mit klarem Endziel.
Ich habe mir dennoch bewusst keinen Zeitdruck für die Masterarbeit gemacht – die Hoffnung stirbt zuletzt.
Im beruflichen Umfeld hat sich diesbezüglich nicht sehr viel verändert.

Kommen wir also zur Frage wo ich berufliche stehe. Meine berufliche Situation hat sich auf dem ersten Blick in den letzten 4 Jahren nur wenig geändert. Die größere Veränderung kam durch die Geburt meiner zweiten Tochter. Da wir nicht wie geplant Anfang 2016 sondern erst vor zwei Monaten unser Portal relaunchen konnten, musste ich über die Elternzeit viele Aufgaben in diesem Bereich abgeben. Das war etwas bedauerlich, aber gab mir dann auch die Möglichkeit meine Position neu zu überdenken. Nachdem der Relaunch nun erfolgreich geschafft ist, werde ich neue Aufgaben im Bereich Strategie und Forschung & Entwicklung angehen. Hier profitiere ich von der inhaltlichen Fülle der Module im Master und der großen praxisorientiertheit. So konnte ich beispielsweise das Prinzip der Kennzahlen aus dem Modul M4 direkt auf meine Firma anwenden und dies auch in der Prüfung nutzen. Hier will und möchte ich ansetzen und hoffe, in Zukunft noch mehr Möglichkeiten zu finden, die Inhalte direkt anzuwenden.

Ich freue mich auf das Gespräch mit Dominik Schumacher, der den Studiengang seit kurzem als Leiter begleitet.

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