1. Konsultation – Gedanken im Vorfeld

Auch wenn das erste Konsultationsgespräch bei weitem zu spät kommt ist die Fragestellung zum Verlauf des Studiums so aktuell wie eh und je. Ich habe bemerkt, dass ich in den letzen Semestern meist eher reaktionär agierte, d.h. der Uni Alltag, die Module und Projekte und ihre Deadlines und natürlich auch das Familienleben haben viel Zeit gefressen und ließen wenig Raum um über die Situation „Studium nebenbei“ nachzudenken. Zum Glück gehöre ich aber zu der Sorte Mensch, die sich solch lebensverändernden Entscheidungen nicht leicht machen, daher stand das Studium selbst nie zur Debatte. Mein Fazit war und bleibt daher: Es ist, wie zu erwarten war, sehr anstrengend und zeitaufwendig – selbst Schuld. Der alltägliche Stress hat mich also weniger überrascht, eher das Umfeld. Und das im positiven wie im negativen. Absolut positiv sehe ich die Gruppen- und Projektarbeiten in den Teams. Ein gutes Team, mit einem gemeinsamen Ziel, motiviert ungemein und ich bin sehr froh, schon zu Beginn Kommilitonen gefunden zu haben, mit denen das fast reibungslos läuft. Hier schließt sich aber auch schon etwas enttäuschendes an, denn ich war ebenso erschrocken, wie nervenaufreibend und kräftezehrend es sein kann wenn man mit weniger kooperativen Partnern arbeiten (muss). Zeitmanagement und Teamarbeit ist ein sehr wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Fernstudiums, und daher hat es mich sehr überrascht, dass die Zusammenarbeit mit einigen Kommilitonen fast unmöglich war. Es entzieht sich meinem Verständnis wieso das so ist, denn eigentlich sollten wir ja alle das gleiche Ziel haben. Das können dann manchmal sogar die Inhalte nicht wettmachen.

Wo wir beim nächsten Punkt wären: Die Inhalte von Cross Media liegen mir sehr. Ich hatte selten so viel Spaß während ich zeitgleich so viele Nerven gelassen habe (ein schönes Beispiel hierfür ist der Kurs Generatives Gestalten). Die Projekte (ob Module oder Mikromodule) waren und sind dafür enorm wichtig gewesen und ich hoffe sehr, dass trotz des nahenden Endes des Studiengangs dieser Vorzug nicht nachlässt. Bemerkenswert ist, dass es mir schwerfällt klassische Mikromodule zu absolvieren. Das unabhängige Arbeiten ist eigentlich ein absolutes Plus, aber mir scheint da der Druck, die Deadline und das Team zu fehlen.

Die Inhalte von Cross Media passen oberflächlich auch sehr gut zu meinem beruflichen Umfeld, aber ich konnte leider noch nicht sehr viel davon direkt umsetzen. Das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ganz banal am täglichen Bürotrott, der, selbst in so einer kleinen Online-Redaktion wie unserer, oft keinen Spielraum lässt. Ich hoffe sehr, dass ich das noch ändern kann. Ansonsten wird mir der Masterabschluss selbst nicht unbedingt im aktuellen Job helfen, aber für die Zukunft sehe ich da viel Potential.

Kommentare

  1. Christine Goutrié

    …ich suche die Dokumentation des 1. Konsultationsgesprächs…? Bitte unbedingt ergänzen, dann kann ich dort auch kommentieren.

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